Ein etwas früherer Beitrag beschäftigte sich mit der Funktion ZINSTERMNZ.
Eine weitere Finanzfunktion ist das Thema dieses Beitrags, die Funktion ZINSTERMZAHL (englisch: COUPNUM).
Anhand einiger Beispiele wird die Funktion im Beitrag erklärt.
Table of Contents
1. Beschreibung der Funktion
Die Funktion gibt die Anzahl der zwischen dem Abrechnungsdatum und dem Fälligkeitsdatum zahlbaren Zinszahlungen an, und zwar aufgerundet zur nächsten ganzzahligen Zinszahlung.
Sie hilft bei der Berechnung der Anzahl der Kuponzahlungen, die wir ab dem Abwicklungsdatum einer Anleihe bis zu ihrem Fälligkeitsdatum erhalten.
2. Die Syntax und die Argumente
Die Syntax lautet:
ZINSTERMZAHL(Abrechnung;Fälligkeit;Häufigkeit;[Basis])
Es gelten die folgenden Argumente:
- Das Argument Abrechnung ist erforderlich. Es steht für den Abrechnungstermin des Wertpapierkaufs. Der Abrechnungstermin des Wertpapierkaufs ist das Datum nach der Wertpapieremission, wenn das Wertpapier in den Besitz des Käufers übergeht.
- Das Argument Fälligkeit ist erforderlich. Dies ist der Fälligkeitstermin des Wertpapiers. Dabei handelt es sich um den Zeitpunkt, zu dem das Wertpapier abläuft.
- Das Argument Häufigkeit ist erforderlich. Es steht für die Anzahl der Zinszahlungen pro Jahr. Bei jährlichen Zahlungen ist Häufigkeit = 1; bei halbjährlichen ist Häufigkeit = 2; bei vierteljährlichen ist Häufigkeit = 4.
- Das Argument Basis ist optional. Die ist der Typ, auf dessen Basis die Zinstage gezählt werden. Nachfolgende Abbildung

Hinweise:
Die Funktion wird standardmäßig auf Basis 0 gesetzt, wenn sie weggelassen wird. Das heißt, dass die Tage im Monat mit der US 30-Tage-Methode mit einem 360-Tage-Jahr gezählt werden.
Wenn 1 als Basis eingeben wird, verwendet die Funktion die tatsächliche Anzahl der Tage im Monat und Jahr.
Wenn 2 eingeben wird, wird sie die tatsächlichen Tage im Monat mit einem 360-Tage-Jahr zählen.
Die Verwendung der Basis 3 deutet auf ein 365-Tage-Jahr hin.
Wird 4 als Basis eingeben, ist es das gleiche wie bei 1, außer dass es die europäische 30-Tage-Methode verwendet.
Die Funktion ZINSTERMZAHL schneidet alle Argumente auf ganze Zahlen ab.
3. Beispiele
Lade dir die Beispieldatei herunter:
3.1 Beispiel 1
Im ersten Beispiel wird von einer Häufigkeit von 4 ausgegangen, d.h., es sollen 4 Zinszahlungen pro Jahr erfolgen.
Als Basis wurde die 1 gewählt. Die Funktion verwendet die tatsächliche Anzahl der Tage im Monat und Jahr.

Sinnvoll ist es, das Abrechnungs- und das Fälligkeitsdatum, wie in der Abbildung ersichtlich, mit der Funktion DATUM als Ausgangswerte zu erfassen.
In B6 schließlich wird die Formel
=ZINSTERMZAHL(B1;B2;B3;B4)
eingetragen.
Als Ergebnis erhältst du 5. Das heißt, es sind 5 Zinszahlungen im benannten Zeitraum zu leisten.
3.2 Beispiel 2
Im zweiten Beispiel wird von einer Häufigkeit von 2 ausgegangen, d.h., es sollen 2 Zinszahlungen pro Jahr erfolgen.
Als Basis wurde die 3 gewählt. Die Funktion verwendet die tatsächliche Anzahl der Tage im Monat in einem 365-Tage-Jahr.

Sinnvoll ist es wiederum, das Abrechnungs- und das Fälligkeitsdatum, wie in der Abbildung ersichtlich, mit der Funktion DATUM als Ausgangswerte zu erfassen.
Das Fälligkeitsdatum wurde gegenüber Beispiel 1 hier etwas verändert.
In B6 schließlich wird die Formel
=ZINSTERMZAHL(B1;B2;B3;B4)
eingetragen.
Als Ergebnis erhältst du 3. Das heißt, es sind 3 Zinszahlungen im benannten Zeitraum zu leisten.
3.3 Beispiel 3
Im dritten Beispiel wird von einer Häufigkeit von 1 ausgegangen, d.h., es soll nur 1 Zinszahlung pro Jahr erfolgen.
Die Basis wurde weggelassen. Die Funktion wird deshalb auf Basis 0 gesetzt.
Das heißt, dass die Tage im Monat mit der US 30-Tage-Methode mit einem 360-Tage-Jahr gezählt werden.

Das Abrechnungs- und das Fälligkeitsdatum wurden wieder verändert.
In B6 schließlich wird die Formel
=ZINSTERMZAHL(B1;B2;B3;B4)
eingetragen.
Als Ergebnis erhältst du 2. Das heißt, es sind 2 Zinszahlungen im benannten Zeitraum zu leisten, eine im Jahr 2024 und eine im Jahr 2025.
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